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Thüringer Wirtschaftsdelegation stärkt Beziehungen in China

Eine intensive Woche in China liegt hinter der Thüringer Wirtschaftsdelegation unter Leitung von Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU). Die Reise, organisiert von der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, führte die rund 40-köpfige Gruppe nach Peking, Shanghai, Ningde und Changzhou. Ziel war es, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen, Exportchancen auszuloten und für den Standort Thüringen zu werben.
Die Reise, die unter dem Motto “Dialog, Inspiration, Kooperation” stand, umfasste ein straffes Programm mit fast 40 Terminen. Neben Unternehmen aus Schlüsselbranchen wie der Automobilzulieferindustrie, Optik und Energietechnik waren auch Vertreter von Forschungsinstituten und Hochschulen Teil der Delegation.
Besuch bei wichtigen Partnern
Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch beim chinesischen Batterieriesen CATL in Ningde, der in Arnstadt ein großes Werk betreibt. Konzernchef Robin Zeng kündigte eine Erweiterung der Kapazitäten am Thüringer Standort an, knüpfte dies jedoch an bessere Rahmenbedingungen, wie schnellere Visa-Verfahren für Fachkräfte und wettbewerbsfähige Energiepreise. Ministerin Boos-John sicherte zu, sich für Verbesserungen einzusetzen.
Besonders erfreulich war der Empfang bei der Baolong Automotive Corporation in Shanghai. Ein Teilnehmer der Delegation berichtete von einer “spannenden Wirtschaftsreise” und den “vielen Eindrücken, die wir in China wieder gesammelt haben”. Die Delegation besuchte den neuen Fertigungsstandort für Reifendruckkontrollsysteme (TPMS) sowie das Hauptquartier des Unternehmens. Baolong, das seit 2019 auch die Thüringer Firma Tesona in Eisenach zu seiner Gruppe zählt, präsentierte sich als starker Partner.
Neue Kooperationen und Projekte
Die Reise trug bereits erste Früchte. So wurden Kooperationen zwischen der Stiftung Schloss Friedenstein und dem Palastmuseum in Peking sowie zwischen der LEG Thüringen und dem “Z-Park”, Chinas “Silicon Valley”, vereinbart. Zudem plant das Erfurter Bildungszentrum (EBZ) eine Ausweitung seiner erfolgreichen Ausbildung chinesischer Fachkräfte.
Ministerin Boos-John zog eine positive Bilanz und betonte, die eigentliche Arbeit beginne jetzt erst. Es gelte, die angebahnten Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Sie zeigte sich beeindruckt vom “China-Speed” und der Technologieoffenheit des Landes und warb für mehr Verständnis und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Trotz eines erheblichen Handelsdefizits sieht sie Chancen, chinesische Direktinvestitionen für Thüringen zu gewinnen, da Deutschland in China weiterhin hohes Ansehen genieße.